Programm Preisträgerkonzert ‘10
Wettbewerbsbeiträge Streichquartett
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Streichquartett in X - Flora Geißelbrecht
Ruhm und Ehre - ein Streichquartett in d-moll – Philipp Gutmann
Kulissenwechsel - Patrick Hahn
Quartett - Gregor Hanke
Oraculum Apollonis I – Daniel Muck
Gyges II – Daniel Muck
Landschaften – Paul Schuberth
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Flora Geißelbrecht – Streichquartett in X

Lebenslauf:
Flora Geißelbrecht, geboren am 17.8.1994, ist Schülerin der 6. Klasse am Gymnasium Dachsberg und spielt Violine, Viola und Klavier, wobei ihr momentaner Schwerpunkt bei der Viola liegt. Alle drei Instrumente lernt sie an der Musikschule Eferding. Besonders gern spielt sie im Orchester und Kammermusik, zum Beispiel in den oberösterreichischen Jugendorchestern oder mit Schwester und Cousin im „Paracelsustrio“. Nachdem Flora mit 10 Jahren ihre ersten Kompositionsversuche gestartet hat, nimmt sie seit 2008 Kompositionsunterricht bei Helmut Schmidinger. In ihrer 6-köpfigen Familie spielt Musik die zentrale Rolle, weshalb es nur selten vorkommt, dass niemand übt oder Musik hört. Das macht es öfter schwierig, ungestört komponieren zu können. Andererseits bekommt sie auf diese Art eine große Bandbreite vom Kinderlied bis zum Jazz mit. Am meisten und liebsten hört sie Filmmusik (z.B. John Williams, Yann Tiersen), Musical (z.B. Elisabeth), Ravel, Debussy, Stravinsky, Bartok und Piazzolla. Wenn sie nicht musikalisch unterwegs ist, schreibt Flora Gedichte und Texte, löst Rätsel aller Art und isst Bitterschokolade.
Über das Werk:
Mit dem Titel des Stücks will ich natürlich auf die großen Komponisten anspielen, die ihre ganze Fantasie in die Musik gesteckt haben, sodass für die Titel leider gar keine mehr übrig geblieben ist. Heute schreiben viele Komponisten nicht mehr in konkreten Tonarten. Ich habe also die undefinierbare Tonart meines Stückes X genannt. Das Quartett besteht aus vielen kurzen Teilen, die immer wieder um ein gewisses Thema kreisen. Für alle Bachliebhaber und -analytiker: Das wiederkehrende Thema ergibt das Wort „Dachsbeg“, eine Hommage an meine Schule, das Gymnasium Dachsbe(r)g. Das fehlende „r“ kann für die häufigen Pausen (rests) stehen, wenn man will.
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Philipp Gutmann – Ruhm und Ehre – ein Streichquartett in d-moll

Lebenslauf:
Philipp Gutmann wurde am 28. Juli 1993 geboren.
Schulische Ausbildung:
Volksschule Herzogenburg
Musikhauptschule Herzogenburg
Musikgymnasium Wien (Neustiftgasse 95-99)
Musikalische Ausbildung:
Violine: zuerst an der Musikschule Herzogenburg, dann am Gustav- Mahler Konservatorium Wien, zurzeit an der Musikschule Alterlaa.
Klavier: vorerst am Gustav-Mahler Konservatorium, später an der Musikschule Herzogenburg.
Tenorsaxophon: an der Musikschule Herzogenburg
Musik-Theorie: 4 Semester „Tonsatz und Formenlehre“ am Gustav- Mahler Konservatorium bei Prof. Kurt Haider
Orchester:
Orchester „Con spirito“ des Mottetenchores Herzogenburg
Salonorchester Herzogenburg
Stadtkapelle Herzogenburg
Singkreis Herzogenburg
Streichquartett (der 7c) des Musikgymnasiums
Barockorchester des Musikgymnasium
Über das Werk:
Das Streichquartett “Ruhm und Ehre” beschreibt einen stetigen – durch Sieg und Niederlage geprägten – Kampf, der durch das triolische Thema, das sich durch alle drei Sätze zieht, noch stärker zur Geltung kommt und mit einem Sieg derer endet, die sich im Zusammenhalt und nicht im Herrschsüchtigen beweisen konnten. Dieses Streichquartett soll unter anderem auch zeigen wie wichtig es ist, dass man wichtige Entscheidungen nicht aus Hass trifft, sondern mit Vernunft und Gefühl. Das wollte ich in meiner Komposition zum Ausdruck bringen.
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Patrick Hahn – Kulissenwechsel

Lebenslauf:
Geboren 1995 in Graz. Seit 2005 singt er bei den Grazer Kapellknaben und hat bisher in großer Chorsymphonik mitgewirkt. Soloauftritte führten ihn bis jetzt ins Opernhaus Graz (Die Zauberflöte), in die Volksoper Wien (A midsummer nights dream, in Englisch und Deutsch), in die Operettenmetropole Baden bei Wien (Polenblut), ins Schauspielhaus Graz (Der Besuch der alten Dame) und zu den Schlossfestspielen Stadl (Im weißen Rössl). Uraufführung seiner Oper „Die Frittatensuppe“ unter seiner Leitung im Jahre 2008, die m Jahr darauf in erweiterter Fassung in Laßnitzhöhe 2.aufgeführt wird. 2009 erhält er den 3. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb der Kreisstadt Siegburg (Deutschland). Seit 2006 ist Patrick Hahn im Hochbegabtenlehrgang für Klavier bei Frau Mag. Maria Zgubic an der Kunstuniversität Graz, dort studiert er Musiktheorie, Gehörbildung und Tonsatz. Dirigierunterricht erhält er bei Mag. Matthias Unterkofler, Kompositionsunterricht bei Mag. Gerhard Präsent.
Derzeit komponiert Patrick Hahn im Auftrag der Internationalen Kammermusiktage Raumberg (IKMT) an einem Kindermusical namens “Tu was du willst“, sowie an einem Auftragswerk des Steirischen Landesjugendchores „CantAnima“. Seit 2010 ist er Mitglied beim „Österreichischen Komponistenbund“ sowie beim „Steirischen Tonkünstlerbund“.
Über das Werk:
Dieses Streichquartett, welches auch mein Erstes ist, ist für diesen Wettbewerb entstanden. Es ist mehr oder weniger eine Parodie – so auch der Name „Kulissenwechsel“. Man soll sich nicht von etwaigen Vorgaben beeinflussen lassen und sich einfach ein Bild, eine Szene vorstellen können, welche zum gegebenen musikalischen Thema passt. Welche das sein könnte, ist der Fantasie der Zuhörer überlassen. So mag es vielleicht interessant sein, wie kulissenreich Musik für jeden Hörer individuell sein kann…
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Gregor Hanke – Quartett

Lebenslauf:
Gregor Hanke, geboren 1990, begann bereits in frühester Kindheit unter Anleitung seiner Mutter, die Welt der Musik kennenzulernen. Erste Kompositionen entstanden im Alter von vier Jahren, ersten Kompositionsunterricht erhielt er 1997 am Frankfurter Konservatorium von Gerhard Schedl. Im selben Jahr begann er auch (nach einem Jahr vorbereitenden Privatunterrichts) am selben Institut mit dem Klavierunterricht, den er später an Wiener Musikuniversität und Konservatorium fortsetzte. Seit 2008 studiert Gregor Hanke an der Musikuniversität Wien Orgel (Prof. Martin Haselböck) und Komposition (Prof. Martin Lichtfuss).
Über das Werk:
Mein Streichquartett wird eingeleitet durch ein elegisches Bratschensolo, aus dem heraus sich plötzlich ein flotter Tanzsatz manifestiert. Nach einem absolut kompakten, periodisch gegliederten Formteil, der wiederholt wird, gibt es einen B-Teil, der lockerer gebaut ist und groteske Züge trägt. Nachdem der Tanz mit einer kurzen Reprise seines ersten Teiles geschlossen wird, kommt die Bewegung zu Stillstand. Er verschwindet, wie er gekommen war, im Nichts. Es folgt ein eindringlicher Epilog, basierend auf dem Anfangs-Solo der Bratsche, den diese allein beschließt.
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Daniel Muck – Oraculum Apollonis I // Gyges II

Lebenslauf:
Daniel Muck wurde am 13. November 1990 in Wien geboren. Seine erste musikalische Ausbildung begann mit fünf Jahren an der Violine in der Staatzer Musikschule. Drei Jahre später erlernte er auch noch Basstrompete und Tenorhorn. Doch mit 14 Jahren fand er sein endgültiges Instrument, nämlich den Kontrabass, welchen er auf der Universität für Musik und darstellende Kunst bei Josef Niederhammer in Wien studiert. Daniel besucht derzeit noch das Musikgymnasium Wien, in welchem er auch ein eigenes Blasorchester gegründet hat, namens MGWind Orchester. Seinen Dirigierunterricht bekommt er bei Peter Wolf und Kompositionsunterricht bei Reinhard Süss, wobei er bis heute etwa 30 Werke für die verschiedensten Besetzungen geschrieben hat, wie z.B. ein Concerto für Jazz Trio und symphonisches Blasorchester. Neben seinen Ausbildungen ist Daniel auch Kapellmeister der JK Staatz und wirkt bei Orchestern mit wie z.B. beim SBO Wien, WJSO Wien, ASO Wien und vielen mehr. Doch auch in kleine Formationen ist er gerne tätig, daher ist er auch Mitglied des Jazz-Quartetts „Jacoustic Inc.“, welches Österreich im Jahre 2008 beim European Jazz Festival in Athen vertreten hat. Im November 2009 wurde sein Konzert für Fagott, Ensemble und symphonisches Blasorchester im Wiener Konzerthaus uraufgeführt.
Über die Werke:
Oraculum Apollonis I: Diese Komposition beschreibt den Ablauf eines Ritus der antiken Orakelbefragung, so wie es zur Zeit der damaligen Griechen einst üblich war.
Die Musik beginnt mit einem in Trans versetzten Tanz, der zu einer ruhigen, mythischen und aufregenden Melodie überführt. Mit einem kleinen Zwischenteil, welcher mit wilden Tremoli beginnt, findet man sich im Höhepunkt der Orakelbefragung wieder. Schlussendlich enden wir wieder in der Reprise dieses Ritustanzes in langen ruhigen Klängen.
Gyges II: Gyges war ein König des antiken Libyen und sein Schicksal wurde vom Orakel vorhergesagt. Jedoch ein tragisches, das in dieser Komposition seinen Lauf nimmt.
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Paul Schuberth – Landschaften

Lebenslauf:
geboren am 22.05.1994
Akkordeonunterricht:
2001-2007 LMS Kronstorf bei Elfriede Wall
seit 2007 Anton Bruckner – Universität bei Prof. Alfred Melichar
Klavierunterricht:
seit 2007 Anton Bruckner – Universität bei Prof. Gottfried Hemetsberger
Kompositionsunterricht:
seit 2004 LMS Steyr bei Martin L. Fiala
Seit 2007 Akkordeonsolokonzerte in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien (Internationales Akkordeonfestival Wien, Porgy & Bess, Theater Akzent, Jugendstiltheater Baumgartner Höhe, Steyr, Melk, Kronstorf). Seit 2006 Preisträger bei nationalen und internationalen Akkordeonwettbewerben (1. Preise Prima la Musica Österreich, Werner-Brüggemann-Akkordeonwettbewerb, Wettbewerb des Harmonikaverbandes, 2. Preis beim Internationalen Akkordeonwettbewerb in Klingenthal (GER), 2. Preis beim Roland V-Accordion Festival in Hamburg, 4. Preis beim Internationalen Akkordeonwettbewerb in Castelfidardo (IT). Seit 2005 Preisträger bei nationalen Kompositionswettbewerben (Klanglandschaften).
Veröffentlichung zweier Solo-CDs:
“Winterrose” (2008), “Laub” (2010)
Werke (Auswahl):
“Winterrose” (2008) Solo-CD
“Laub” (2009) Solo-CD
“Fanfare für LMS Steyr” (2009, UA: 2009)
“Konzert für Akkordeon und Orchester” (2008, UA: 2010)
“Zwei Tonarten” (Für Klavier, Violoncello, Klarinette und Oboe; 2009)
Über das Werke:
Mein Stück „Landschaften“ beschreibt nicht langweiligerweise einfach die Landschaften selbst und ihr Aussehen, sondern wie die Satzbezeichnungen schon leicht verraten (The keen ones, the subtle ones, the strong ones), ihren Charakter, ihre Eigenschaften, ihre Wesenszüge, ihr Temperament, ihre Naturelle – die Interludes zwischen den Landschaften können sowohl als Preludes und Postludes angesehen werden – und das soll wiederum zeigen, wie fließend Landschaften in der echten Welt ineinander übergehen können, aber auch wie abrupt eine auf die andere folgen kann; vor allem was ihre Wesenszüge anbelangt…





